Stadtkirche St. Jakobus

  • Brackenheim

Die Brackenheimer Stadtkirche

Die Stadtkirche Brackenheims ist dem Schutzpatron der Pilger St. Jakobus geweiht und gilt als Wahrzeichen der Stadt. Ihre Turmchoranlage ist typisch für das Zabergäu und lässt noch heute Elemente der Gründungszeit um 1300 erkennen, wie etwa gotische Fresken an der Nordwand (Heilige Drei Könige, Heilige Katharina) und in einer reichverzierten gotischen Nische ein Heiliges Grab. Bedeutend ist das überlebensgroße Kruzifix, das wohl in der Schule Hans Seyffers (Altar der Kilianskirche Heilbronn) geschaffen wurde. Die hölzerne Kanzel im Spätrenaissancestil mit Bildern der Evangelisten und Propheten wurde 1617 zur 100jährigen Reformationsfeier geschaffen. Zwei große geschnitzte Tafeln welche mit zwölf Passionsszenen und Apostelfiguren bemalt sind, stammen aus dem 17. Jahrhundert, der Barockprospekt der Orgel von 1752. Nach der 1964 durchgeführten Renovierung erhielt die Kirche ihr heutiges Aussehen. Das Geläut gehört zum ältesten und wertvollsten Glockenschatz Deutschlands, welcher durch die beiden Weltkriege schwere Verluste erlitten hatte, so dass rein mittelalterliche Geläute sehr selten geworden sind. Die älteste Kirchenruferin (13. Jh.), eine 575 kg schwere Majuskelglocke, wurde wohl vom aus Trier stammende Meister Thomas gegossen. Diese Schiedglocke trägt die Inschrift: "Me resonante pia populi memor esto Maria" (Bei meinem Klang wollst du, treue Maria, deines Volkes gedenken). Die zweite Glocke ist eine 246 kg schwere Evangelisten- und Taufglocke um 1300. Die dritte Glocke (1028 kg) stammt aus der Werkstatt des Heilbronner Glockengießers Bernhard Lach(a)mann d.J. von 1497 mit der Inschrift: "Osianna heis ich, in unser Frauen Ehr leut ich, Bernhard Lachman gos mich." Sie läutet z.B. zum "Vaterunser".

Auf der Karte

Kirchstraße

74336 Brackenheim



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