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Tag des offenen Denkmals 2016

Jedes Jahr am zweiten Sonntag im September öffnen historische Bauten und Stätten ihre Pforten.  Räumlichkeiten, die sonst nicht oder nur teilweise zugänglich sind, können von der Öffentlichkeit besichtigt werden. Die zahlreichen Besucher erlebten beim Streifzug durch vergangene Zeiten „Geschichte zum Anfassen“. Der erste Tag des offenen Denkmals fand bereits 1993 statt, nachdem 1991 durch den Europarat die offiziellen European Heritage Days ausgerufen wurde. 1.200 Kommunen und 3.500 Denkmäler hatten damals geöffnet und wurden von 2 Millionen bundesweit gezählten Besuchern bestaunt. 23 Jahre später, am 11. September 2016 konnten Kulturbegeisterte in Deutschland schon 8.000 historische Bauten, Parks und archäologische Stätten besuchen. 

 

Das Ziel des Tags des offenen Denkmals ist die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die Bedeutung des kulturellen Erbes und des Denkmalsschutzes, sowohl von weniger bekannten Bauwerken direkt vor der eigenen Haustür, als auch von weltbekannten architektonischen Meisterwerken. Das diesjährige Motto „Gemeinsam Denkmale erhalten“ und die zahlreichen Angebote, wurden von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz organisiert und koordiniert.

Auch in der Neckar-Zaber-Region fanden unterschiedliche Führungen und Vorträge statt. So konnten Interessierte unter anderen das aus der Stauferzeit stammende Schloss Magenheim in Cleebronn besichtigen. In Lauffen gab es eine Führung von Pfarrer Fröschle durch die Regiswindiskirche mit musikalischer Ausgestaltung.

 

Auch in Neckarwestheim konnte man die Stadt aus einem historischen Blickwinkel betrachten. Im Rahmen der Stadtführung "Einmal um das Dorf rum" führte die Archivarin Brigitte Popper bei einem Spaziergang entlang der ehemaligen Dorfmauer rund um den Kaltenwesten. Dies bot für die Teilnehmer die Möglichkeit einer kleinen Zeitreise, bei der sie die Lebensbedingungen im 19. Jahrhundert kennen lernen konnten.

 

In Pfaffenhofen gab es ein umfangreiches Programm der evangelischen Kirchengemeinde. Gleich zwei Kirchen öffneten am Tag des offenen Denkmals zur Besichtigung. So konnte man sich über die bewegte Geschichte der im spätgotischen Stil erbauten evangelischen Lambertuskirche informieren.

Regiswindiskirche in Lauffen
Regiswindiskirche in Lauffen

1612 vom herzoglichen Baumeister Heinrich Schickart erweitert, kann man an den Mauer der Lambertuskirche Spuren aus nahezu allen Bauepochen finden. Die zahlreichen mittelalterlichen Fresken sowie die bemerkenswerte Asymmetrie lassen nicht nur die Herzen von Architektur Fans höher schlagen.

 

Die Kirche zum heiligen Kreuz dagegen wurde bereits vor 1.300 erbaut und nach einem verheerenden Brand im Jahr 1701 wurde sie 1751 wieder eingeweiht. Die Holzdecke und die Emporenbilder wurden mit vielen Details beeindruckend ausgemalt.

 

Der Rundgang in Hausen durch die Kulturlandschaften der Heimat und zu Kleindenkmalen aus Stein galt als weiterer Höhepunkt. Trotz der hochsommerlichen Temperaturen fanden sich 80 Wanderer zusammen und Günter Keller führte durch Landschaft, Streuobstwiesen und zwei Wehre am Neipperger Bächle.

 

Auch am 10. September 2017 findet der Tag des offenen Denkmals wieder statt und Interessierte können sich auf eine historische Entdeckungsreise begeben.